Bibliographie
Street et al. (1991)
Street P, Dawes GS, Moulden M, Redman CWG "Short-term variation
in abnormal antenatal fetal heart rate records." American Journal
of Obstetrics & Gynecology, September 1991, 165(3):515-523.
** Retrospektive britische Studie, in der eine zahlenmäßige
Analyse von 7.396 präpartalen Aufzeichnungen von 2.582 Hochrisikoschwangerschaften
78 Föten mit LTV<20ms bei mindestens einer Aufzeichnung aufdeckte.
In dieser Gruppe gab es 9 intrauterine oder neonatale Tode und 8 Föten
mit metabolischer Azidäme bei der Geburt, definiert durch einen
Umbilikalarterien-pH-Wert < 7,12 und einen Basendefizit > 12mmol/L.
Die LTV konnte aber keine terminalen Aufzeichnungen aufspüren,
in denen ein langsamer sinusoidaler Rhythmus durch eine ansonsten flache
FHR-Aufzeichnung überlagert wurde. Ein neuer Index der FHR-Variabilität
mit der Bezeichnung STV wurde daher erforscht und erwies sich als stark
korreliert mit der LTV. Das Verhältnis von STV zu LTV belief sich
durchschnittlich bei über 3.074 Aufzeichnungen auf 0,183±0,024
(Mittel±S). Dies kann genutzt werden, um den erwarteten Wert
der STV anhand der LTV zu berechnen. Es zeigte sich dann, dass eine
STV > 2 S unter dem erwarteten Wert indikativ für einen sinusoidalen
Rhythmus ist. Die Autoren schließen, dass die STV eine bessere
Vorhersage für einen intrauterinen Tod oder metabolische Azidämie
bei der Geburt ist.
Schneider et al. (1991)
Schneider E, Schulman H, Farmakides G, Paksima S "Comparison of
the interpretation of antepartum fetal heart rate tracings between a
computer program and experts." Journal of Maternal-Fetal Investigation,
1991, 1:205-208.
** US-Studie von 20 präpartalen Aufzeichnungen, die durch das
System 8000 analysiert und durch drei unabhängige Beobachter ausgewertet
wurden, die dann ihre Empfehlungen für die Behandlung abgaben.
Das Intervall zwischen Aufzeichnung und Geburt lag bei zwei Wochen oder
weniger. 12 Aufzeichnungen hatten einen normalen Ausgang und 8 einen
abnormalen Ausgang, einschließlich einem Fall fetaler Azidämie
und einem fetalen Tod durch Plazentalösung. Die Übereinstimmung
der Beobachter lag bei 35% für die CTG-Interpretation und 40% für
die Behandlungsempfehlungen. Nur das System 8000 differenzierte erfolgreich
normale und abnormale Ausgänge.
Blumofe et al. (1992)
Blumofe KA, Broussard PM, Walla CA, Platt LD "Computerized versus
visual analysis of fetal heart rate – a reduction in testing time."
American Journal of Obstetrics & Gynecology, January 1992, 166(1,
Pt 2):415.
* US-Studie, in der die System 8000-Analysen von 152 präpartalen
Aufzeichnungen von 81 Hochrisikoschwangerschaften mit visuellen Einschätzungen
verglichen wurden. Die Autoren schließen, dass während beide
Methoden eine vergleichbare Leistung zeigen, mit dem System 8000 die
Beobachtungszeit von einem Mittelwert von 35 Minuten bei visueller Einschätzung
auf einen Mittelwert von 16 Minuten mit dem System 8000 reduziert wird.
Dawes et al. (1992a)
Dawes GS, Moulden M, Redman CWG "Short-term fetal heart rate variation,
decelerations, and umbilical flow velocity waveforms before labour."
Obstetrics & Gynecology, October 1992, 80(4):673-678.
* Britische Studie von 15.702 präpartalen Aufzeichnungen von
3.563 Hochrisikoschwangerschaften und 2.441 Doppler-Velocimetry-Wellenformen
der Umbilikalarterien von 991 dieser Frauen. Die Analyse der präpartalen
Aufzeichnungen durch das System 8000 identifizierte 89 Föten mit
einer STV£3ms bei mindestens einer Aufzeichnung. Diese Föten
starben entweder in utero oder wurden durch Kaiserschnitt ohne Wehen
entbunden, wobei eine Analyse der Umbilikalarterien-Blutgase durchgeführt
wurde. 34% der Föten mit STV<2,6ms bei der letzten Aufzeichnung
starben entweder in utero oder hatten bei der Geburt eine metabolische
Azidämie, definiert durch einen Basendefizit der Umbilikalarterie
> 12mmol/L. Die Ergebnisse enthüllten außerdem, dass eine
Reduktion der STV als Vorhersage für den Ausgang besser ist als
eine Verzögerung und ein umfassenderes Maß für fetale
Gefährdungen als die Doppler-Velocimetry der Umbilikalarterien,
die nur fetale Gefährdungen durch Behinderung des umbilikalen Blutflusses
aufspürt.
Dawes et al. (1992c)
Dawes GS. "Computerized measurement of fetal heart rate variation
antenatally and in labour." In: Bonnar J, editor. Recent Advances
in Obstetrics and Gynaecology, Volume 17, London: Churchill Livingstone;
1992, pp.57-68.
Schneider et al. (1992)
Schneider EP, Schulman H, Farmakides G, Chan L "Clinical experience
with antepartum computerized fetal heart rate monitoring." Journal
of Maternal–Fetal Investigation, 1992, 2:41-44.
* Die Autoren berichten über ihre Erfahrung mit der Verwendung
des System 8000 zur Analyse von 3.006 präpartalen Aufzeichnungen
von 1.000 Frauen und schlossen, dass das System 8000 eine weitläufige
Berücksichtigung erfahren sollte.
Hiett et al. (1993)
Hiett AK, Devoe LD, Youssef A, Gardner P, Black M "A comparison
of visual and automated methods of analyzing fetal heart rate tests."
American Journal of Obstetrics & Gynecology, May 1993, 168(5):1517-1521.
** US-Studie, die die System 8000-Analyse von 575 präpartalen
Aufzeichnungen von Hochrisikoschwangerschaften in den Wochen 28–42
der Schwangerschaft mit der visuellen Einschätzung zweier Beobachter
vergleicht (Hiett and Devoe). Diese enthüllte eine gute Übereinstimmung
zwischen dem System 8000 und dem visuellen Konsens bei normalen Aufzeichnungen,
aber eine schlechte Übereinstimmung bei abnormalen Aufzeichnungen,
obwohl abnormale Ausgänge von beiden Methoden mit ähnlicher
Genauigkeit vorhergesagt wurden. Das System 8000 hätte in 9% der
Aufzeichnungen zu weiteren Tests oder einer Intervention geführt,
verglichen mit 49% der Aufzeichnungen, bei denen eine visuelle Einschätzung
genutzt wurde. Neun Aufzeichnungen hätten basierend auf der System
8000-Analyse zu einer Intervention geführt, obwohl für diese
nur weitere Tests mit visueller Einschätzung empfohlen wurden.
Fünf Frauen unterzogen sich nachfolgend einer Kaiserschnittentbindung
mit einem neonatalen Tod. Eine visuelle Einschätzung hätte
bei zwei Aufzeichnungen zu einer Intervention geführt, von denen
beide zu normalen vaginalen Geburten von lebensfähigen Säuglingen
ohne Komplikationen führten. Keine der Aufzeichnungen hätte
nach der System 8000-Analyse zu einer Intervention geführt.
Weiner et al. (1994b)
Weiner Z, Farmakides G, Schulman H, Kellner L, Plancher S, Maulik D
"Computerized analysis of fetal heart rate variation in post term
pregnancy – prediction of intrapartum fetal distress and fetal
acidosis." American Journal of Obstetrics & Gynecology, October
1994, 171(4):1132-1138.
** US-Studie, bei der das System 8000 genutzt wurde, um 610 präpartale
Aufzeichnungen von 337 übertragenen Schwangerschaften zu analysieren.
Die Ergebnisse enthüllten, dass die LTV gegenüber dem Fruchtwasser-Index
und der Doppler-Velocimetry der Umbilikalarterien bei der Vorhersage
fetaler Gefahren unter der Geburt und fetaler Azidose bei der Geburt
vorzuziehen ist.
Burch (1994)
Burch D "Computerised measurement of fetal heart rate variation
in a case of fetomaternal haemorrhage." British Journal of Obstetrics
& Gynaecology, December 1994, 101(12):1089-1090.
** Britische Fallstudie einer 30-jährigen Frau, die in der
31. Schwangerschaftswoche mit fehlenden fetalen Bewegungen vorgestellt
wurde. Die visuelle Einschätzung einer 60-minütigen Aufzeichnung
folgerte, dass die Aufzeichnung normal war, was durch eine Doppler-Velocimetry
der Umbilikalarterie untermauert wurde, die ebenfalls normal war. Eine
computerisiert Analyse mit einem System 8002-Prototyp enthüllte
eine STV von nur 2,4ms und eine fetale Gefährdung wurde nachfolgend
durch Cordozentese bestätigt. Eine Analyse des Mutterblutes nach
der Entbindung durch Kaiserschnitt enthüllte, dass 3% der roten
Blutkörperchen fetalen Ursprungs waren, was einer fetomaternalen
Transfusion von 150 ml entspricht. Der Autor schließt, dass die
computerisierte FHR-Analyse Verringerungen in der FHR-Variation aufspüren
kann, die durch eine visuelle Einschätzung nicht auffallen würden,
und daher den Kliniker auf eine andernfalls unvermutete fetale Gefährdung
aufmerksam machen.
Dawes et al. (1994)
Dawes G, Meir YJ, Mandruzzato GP "Computerized evaluation of fetal
heart rate patterns." Journal of Perinatal Medicine, 1994, 22(1):491-499.
** Hervorragende Beschreibung des System 8000 und seiner klinischen
Bewertung.
Farmakides and Weiner (1995)
Farmakides G, Weiner Z "Computerized analysis of the fetal heart
rate." Clinical Obstetrics & Gynecology, March 1995, 38(1):112-120.
** Hervorragender Überblick über die Literatur zur computerisierten
FHR-Analyse und insbesondere zum System 8000, einschließlich eines
Vergleichs mit visueller Einschätzung und Korrelationen mit dem
fetalen Status. Die Autoren schließen, dass die computerisierte
FHR-Analyse viele der Probleme löst, die mit einer visuellen Einschätzung
assoziiert werden.
Devoe (1996)
Devoe LD "Computerized fetal heart rate analysis and neural networks
in antepartum fetal surveillance." Current Opinion in Obstetrics
& Gynecology, April 1996, 8(2):119-122.
** Hervorragender Überblick der Literatur über die computerisierte
FHR-Analyse und das System 8000 im Speziellen.
Dawes et al. (1996)
Dawes GS, Moulden M, Redman CWG "Improvements in computerized fetal
heart rate analysis antepartum." Journal of Perinatal Medicine,
1996, 24(1):25-36.
** Hervorragende Beschreibung des System 8002.
Nijhuis et al. (1998)
Nijhuis IJM, ten Hof J, Mulder EJH, Nijhuis JG, Narayan H, Taylor DJ,
Westers P, Visser GHA "Numerical fetal heart rate analysis –
nomograms, minimal duration of recording and intrafetal consistency."
Prenatal and Neonatal Medicine, 1998, 3( ): 314-322.
Bracero et al. (1999)
Bracero LA, Morgan S, Byrne DW "Comparison of visual and computerized
interpretation of nonstress test results in a randomized controlled
trial." American Journal of Obstetrics & Gynecology, November
1999, 181(5 part 1):1254-1258.
** US-Studie, in der 404 präpartale Aufzeichnungen zufällig
entweder einer visuellen Einschätzung oder einer System 8000-Analyse
zugewiesen und die Ergebnisse mit dem perinatalen Ausgang verglichen
wurden. Dies enthüllte, dass die Analyse durch das System 8000
zu kürzeren Aufzeichnungen und bedeutend weniger Überweisungen
für zusätzliche Tests führten (biophysikalische Profile).
Die Morbiditätsrate war bei der Verwendung des System 8000 etwas
niedriger, ebenso wie die Anzahl der Einweisungen und die durchschnittliche
Dauer des Aufenthalts auf der neonatalen Intensivstation. Bei Frauen
mit Diabetes lag die Morbiditätsrate bei 26,3% bei der visuellen
Einschätzung und 17,4% mit dem System 8000. Ohne Diabetes lag die
Morbiditätsrate bei 6,1% bei der visuellen Einschätzung und
1,9% mit dem System 8000. Es gab zwei perinatale Tode in der Gruppe
der visuellen Einschätzungen und keine in der System 8000-Gruppe.
In der letzteren Gruppe hatten 2 der 7 Aufzeichnungen, für die
die Dawes/Redman-Kriterien nicht erfüllt wurden, eine LTV<20ms
und unterzogen sich einem Kaiserschnitt ohne Wehen. Die Blutgasanalyse
der Umbilikalarterie zeigte, dass beide Föten eine Azidose hatten
(arterieller pH-Wert < 7,20). Eine Einschränkung der Studie
besteht darin, dass die Aufzeichnungen nicht länger als 40 Minuten
fortgeführt werden durften, während bis zu 60 Minuten erforderlich
sind, um eine nicht-reaktive Aufzeichnung von einer Episode leichten
Schlafs zu unterscheiden. Trotzdem waren die Autoren in der Lage zu
schließen, dass ihre Ergebnisse die Hypothese von Hiett et al.
unterstützen (1993), dass eine visuelle Einschätzung zu fünf
mal so vielen zusätzlichen Test oder Internventionen als beim System
8000 führt.
Tincello et al. (2001)
Tincello D, White S, Walkinshaw S "Computerised analysis of fetal
heart rate recordings in maternal type I diabetes mellitus." British
Journal of Obstetrics & Gynaecology, August 2001, 108(8):853-857.
** Prospektive britische Studie, die die System 8002-Analyse von
131 Aufzeichnungen von 26 Frauen mit insulin-abhängiger (Typ I)-Diabetes
Mellitus in der 28-30. Woche der Schwangerschaft mit den veröffentlichten
System 8002-Ergebnissen für normale Schwangerschaften vergleicht.
Die Ergebnisse bestätigen die Arbeit von Tincello et al. (1998),
dass Föten von diabetischen Frauen bedeutend weniger Episoden hoher
Variationen haben, obwohl dies nicht mit einem abnormalen Ausgang in
Verbindung steht und daher nicht als pathologisch angesehen werden kann.
Die Autoren schließen, dass die STV anscheinend auch weiterhin
ein gültiger Indikator für das fetale Wohlbefinden bei diabetischen
Schwangerschaften ist.
Roberts et al. (2001)
Roberts D, Kumar B, Tincello D, Walkinshaw S "Computerised antenatal
fetal heart rate recordings between 24 and 28 weeks of gestation."
British Journal of Obstetrics & Gynaecology, August 2001, 108(8):858-862.
** Britische Studie, in der die System 8000-Analyse von 60-minütigen
Aufzeichnungen von 112 normalen Schwangerschaften in der 24–28.
Woche der Schwangerschaft enthüllte, dass die STV, die Anzahl der
Beschleunigungen, und die Dauer der Episoden hoher Variation alle mit
dem Verlauf der Schwangerschaft ansteigen, obwohl keine Verbindung zwischen
basaler Herzfrequenz und Gestation festgestellt wurde. Episoden hoher
Variation fehlten bei 13% der Aufzeichnungen, obwohl dies nicht mit
einem abnormalen Assgang in Verbindung stand. Die Autoren schlossen,
dass das Fehlen von Beschleunigungen und/oder Episoden hoher Variation
in der frühen Gestation nicht unnormal sind, und des Weiteren,
dass die STV anscheinend ein gültiger Indikator für das fetale
Wohlbefinden in der frühen Gestatoin ist.
Hecher et al. (2001)
Hecher K, Bilardo CM, Stigter RH, Ville Y, Hackeloer BJ, Kok HJ, Senat
MV, Visser GHA "Monitoring of fetuses with intrauterine growth
restriction – a longitudinal study." Ultrasound in Obstetrics
& Gynecology, December 2001, 18(6):564-570.
** Prospektive Multicenter- Studie von 93 Föten mit eingeschränktem
Wachstum in der 24–34. Schwangerschaftswoche, bei der jede Patientin
bei mindestens drei Gelegenheiten überwacht wurde und die letzte
Überwachung weniger als 24 Stunden vor der Geburt oder dem intrauterinen
Tod lag. Jede Überwachungssitzung umfasste die System 8002-Analyse
einer FHR-Aufzeichnung, Doppler-Blutflussgeschwindigkeits-Wellenformen
und Berechnung des Fruchtwasser-Index. Die Autoren schließen,
dass bei deutlich unreifen Föten (<32 Wochen) die STV und der
Ductus venosus-Pulsatilitäts- Index akute Veränderungen des
fetalen Zustands widerspiegeln und wichtige Indikatoren für den
optimalen Zeitpunkt der Entbindung sind. Sie fügen hinzu, dass
die Entbindung in Erwägung gezogen werden sollte, wenn einer dieser
Parameter dauerhaft abnormal ist.
Pardey et al. (2002)
Pardey J, Moulden M, Redman CWG "A computer system for the numerical
analysis of nonstress tests." American Journal of Obstetrics &
Gynecology, May 2002, 186(5):1095-1103.
** Die Entwicklung und klinische Bewertung der Sonicaid FetalCare
wird besprochen und es wird über aktuelle Verbesserungen berichtet.

